Vor zwei Jahren noch ein wilder 48-Stunden Game Jam, heute ein fertiges Museumsspiel. Future Traces zeigt eindrucksvoll, wie aus einer spontanen Idee im Belvedere 21 ein digitales Kunstabenteuer wurde.
Medienberichten zufolge Österreichische Galerie Belvedere hat das Projekt begleitet und ermöglicht. (Österreichische)
Damals schlief Raffael Moser unter einem Tisch, um jede Minute für die Entwicklung zu nutzen.
Gemeinsam mit Melanie Bartl und Paula Langthaler entstand ein Spiel, das Besucher*innen heute im Skulpturengarten erleben können. Das ist Wien pur: Kreativität trifft auf Kultur und Technik.
Future Traces funktioniert ohne App, direkt per QR-Code am Smartphone. Spieler*innen helfen Vio, einer Zeitreisenden, ihre Maschine mit Energie zu versorgen.
Dabei entdecken sie Kunstwerke, die absichtlich an anderen Orten stehen. Das macht das Spiel spannend und fordert zum genauen Hinschauen heraus.
So entsteht ein Mix aus Realität und Fantasie, der Museumsbesuche neu definiert. Das Projekt ist ein Musterbeispiel für gelungene digitale Vermittlung.
Wie ich schon öfter in meinen Kolumnen schrieb, braucht Wien genau solche Impulse, vor allem nach dem Verlust von Game City.
Wer sich für die Zukunft des Gaming in der Hauptstadt interessiert, findet hier einen Hoffnungsschimmer. Interessant ist, dass aus der hektischen Game Jam Atmosphäre ein nachhaltiges Projekt wurde.
Das Team arbeitete danach weiter, obwohl sie alle ihre eigenen Firmen leiten. Die Zusammenarbeit mit dem Belvedere war neu und bereichernd.
Das zeigt, wie Kulturinstitutionen und Entwickler voneinander profitieren können. Future Traces beweist, dass Gaming mehr sein kann als reine Unterhaltung.
Foto: Joshua Kettle / Unsplash






