Wer hätte gedacht, dass ein Film über das Anderssein und kreative Identität aus Österreich in die bunten Gassen von Mexiko-Stadt, San José und Tegucigalpa zieht? Bernhard Wengers Pfau – Bin ich echt? ist genau das: ein kultureller Brückenschlag von Wien bis nach Zentralamerika. Der Film läuft im Rahmen der Europäischen Filmfestivals, einem cleveren EU-Programm, das Jahr für Jahr europäische Filmkunst in Regionen bringt, die sonst nicht immer den Zugang bekommen.
Man muss sich das vorstellen: Kreativität, Vielfalt und Inklusion sind die Leitmotive dieser Festivals. Das ist mehr als nur ein Programmpunkt, es ist ein Statement. Europas Filmkultur wird sozusagen mit „offenen Armen“ inszeniert, und zwar in Ländern wie Mexiko, El Salvador, Nicaragua, Honduras und Costa Rica. Das bringt nicht nur österreichische Kultur ins Rampenlicht, sondern zeigt auch die bunte Palette von Geschichten, die Europa zu bieten hat.
Der Film Pfau, der sich tiefgründig mit Identitätsfragen auseinandersetzt, wird allein in Mexiko an mehreren Orten gezeigt: vom 13. Mai in der berühmten Cineteca Nacional über Querétaro bis hin nach Guadalajara zwischen Juli und September. Ehrlich gesagt, so eine Tour durch mehrere Länder ist keine Selbstverständlichkeit. Sie zeigt, wie viel Wert auf kulturellen Austausch gelegt wird. In Costa Rica, Honduras und El Salvador macht die europäische Filmszene ebenso Station. Die Termine sind sorgfältig gestaffelt, um die Reichweite zu maximieren.
Man könnte jetzt fragen, warum gerade so ein Film in so einem internationalen Kontext so wichtig ist. Antwort: Weil er Themen anspricht, die universal sind. In Zeiten, wo Identität und Authentizität immer öfter hinterfragt werden, setzt Pfau ein deutliches Zeichen. Und das gerade dort, wo Kultur oft noch als Mittel zur Verständigung und Entwicklung gilt.
Für uns hier in Österreich ist das ein starkes Signal, dass heimische Künstler und Filmschaffende nicht nur national, sondern auch global relevant sind. Wer sich jetzt fragt, wie das mit anderen Musik- und Kulturereignissen bei uns zusammenpasst, dem sei ein Blick auf das vielfältige Popfest Wien empfohlen. Auch dort trifft man auf die Idee, dass Vielfalt und Innovation keine leeren Worthülsen sind, sondern gelebte Realität.
Im Ergebnis zeigt diese Festivalreise von Pfau: Kultur ist das beste Ticket, um Brücken zu bauen. Egal ob Musik, Film oder Theater, jedes Medium erzählt seine eigene Geschichte vom Leben und von uns. Das wichtigste für Fans von Kultur in Österreich und darüber hinaus: Augen offen halten, wann und wo die nächste spannende europäische Produktion den Weg zu uns findet. Denn gerade solche Geschichten bereichern unser gemeinsames Verständnis der Welt.
Mein Rat: Wer in Mexiko oder Zentralamerika unterwegs ist, sollte diese Chance nutzen, denn der europäische Film hier ist kein laues Lüftchen. Er ist eine frische Brise mit viel Substanz. Und für uns in der Heimat gilt: Nicht nur auf die großen Pop-Events setzen, sondern auch die Filmkunst als Teil unserer kulturellen Identität wertschätzen.
Foto: Rachel Coyne / Unsplash






