Wenn Sie glauben, Parkplätze seien nur ein lästiges Übel, dann hat die neueste Studie der TU Graz vermutlich einige Überraschungen parat. Denn während der durchschnittliche Wiener mit 0,67 Parkplätzen pro Person noch solide versorgt ist, legt Graz mit 0,74 Stellplätzen pro Kopf vor und setzt so einen österreichweiten Maßstab. Wenn man bedenkt, dass Österreichs Autoparkplätze zusammen fast die Fläche des Neusiedlersees bedecken, also rund 31.700 Hektar, dann wird klar, wie viel Raum diesem Thema gewidmet wird.
laut Berichten von steiermark.ORF.at berichtete zuerst über die Entwicklung.
Medienberichten zufolge hat die TU Graz für ihre Studie Parking Space Insight über 13,6 Millionen Stellplätze analysiert. Auf den ersten Blick klingt das nach viel, doch erstaunlicherweise sind nur rund zehn Prozent davon öffentlich zugänglich. Der Rest, also der Großteil, befindet sich im privaten Bereich – eine Tatsache, die oft aus dem Fokus gerät, wenn wir verzweifelt im Kurzparkzonen-Dschungel suchen.
Technik trifft Realität beim Parkplatz-Studium
Was die Studie von anderen abhebt, ist der clevere Einsatz moderner Technologien. Michael Cik vom Institut für Straßen- und Verkehrswesen berichtet, dass sie mehr als 50 digitale Datenschichten ausgewertet haben. Darunter Luftbilder, digitale Karten und sogar Mobilfunkdaten. Ein echtes Datenfeuerwerk, um die Frage zu klären: Wie oft sind Parkplätze wirklich genutzt, und wann stehen sie leer?
Der Clou: Tagsüber sind in Wohngebieten viele Parkplätze verwaist, weil die Autos unterwegs sind. Nachts sieht die Lage ganz anders aus. Diese Echtzeit-Daten helfen Städten, Verkehrsmodelle realistischer zu gestalten und somit den Bedarf besser zu prognostizieren.
Von Graz lernen heißt Verkehrsplanung lernen
Das Wichtigste an dieser Studie ist aber ihr praktischer Nutzen. Verkehrsplanerinnen und -planer bekommen endlich die Grundlagen, um nachhaltige, maßgeschneiderte Verkehrspolitik zu machen. Wenn wir also in Österreich irgendwann weniger Stau und Parkplatzchaos erleben wollen, müssen wir uns an solchen fundierten Daten orientieren.
Als alter Sport- und Wahrexperte weiß ich: Nur wer mit genauen Zahlen und klarem Plan an die Sache herangeht, kann gewinnen. Das gilt für Fußball, Wetten – und eben auch fürs Parkplatzmanagement.
Wer sich über Mobilitätskonzepte austauschen will, findet interessante Ansätze auch in unserem Artikel über Guten Morgen Österreich. Wer lieber entspannt dem Krimi nachgeht, dem empfehle ich den packenden Tatort aus Wien, der soziale Tiefen ausleuchtet. So bleibt man glücklicher Fahrer und Zuschauer zugleich.
Fazit: Graz macht vor, wie man mit Daten das Parkplatzspiel besser versteht. Und ganz ehrlich, wenn man sich da nicht bewegt, bleibt man irgendwann auf der Strecke. Also schauen Sie genau hin, wo Sie parken – und denken Sie daran, dass hinter den Zahlen ein ganz neues Verkehrsdenken steckt.
Foto: Raymond Yeung / Unsplash






