Mit Limahl und Kim Wilde die 80er Hits auf der Donauinsel feiern

Franz Steiner
Franz Steiner
Geprüft von: Redaktion
Mit Limahl Kim Wilde 80er
Mit Limahl Kim Wilde 80er

Die 80er sind zurück und wie! Am Freitagabend hat die Donauinsel in Wien bei Forever Young gezeigt, dass Nostalgie nicht nur ein Wort aus der Mottenkiste ist, sondern ein echtes Publikumsmagnet. 6.000 Fans versammelten sich trotz kurzfristigem Ausfall von Alphaville, um mit Kim Wilde, Limahl und Peter Schilling die große Zeit der Synthesizer und der coolen Frisuren hochleben zu lassen. Wer hätte gedacht, dass Musik aus einer Zeit, in der Walkman noch das Nonplusultra waren, heute noch solche Massen bewegt?

Limahl, seines Zeichens eine lebende 80er-Legende, wurde im oe24-Backstage-Interview emotional: Die 80er bedeuteten für ihn in England Aufbruch und Hoffnung nach düsteren Jahren. Typisch für diese Ära waren nicht nur die bunten Outfits, sondern auch die Revolution der elektronischen Klänge. Kein Wunder, dass er mit Klassikern wie Too Shy und Never Ending Story die Menge mitriss und sogar die Frage stellte, wer damals eine ähnlich waghalsige hochgesteckte Frisur trug. Das Publikum mit 12.000 hochgereckten Händen lieferte die Antwort – ein kleines Revival für die Frisurenmode!

Mischung aus Klassik und Technikpein

Während Künstler wie Camouflage mit Hymnen wie The Great Commandment für einen langen Hitmarathon sorgten, gab es auch kleine technische Wackler. Robin Beck zum Beispiel kämpfte mit einem Playback-Band, was den einen oder anderen Skeptiker stutzen ließ. Verständlich – Live-Musik mit Live-Gesang ist eben immer noch die Königsklasse. Anders Carol Decker von T’Pau, die zwar in Erinnerungen an Wien schwelgte, aber mit ihrem Set nicht alle überzeugen konnte. Eine echte Party-Show sah anders aus, auch wenn Heart and Soul und China in Your Hand Ohrwürmer bleiben.

Für echte Wien-Fans gab es eine besondere Ehrerbietung: Midge Ure spielte Vienna in einer eindringlichen XXL-Version. Der Kultsong von Ultravox ist für viele untrennbar mit der Stadt verbunden und wurde umjubelt gefeiert. Auch Hits von Visage und weitere New Wave Klassiker durften nicht fehlen.

Kim Wilde zeigte sich mit einem Hitfeuerwerk. Trotz kleiner Stimmschwächen gab sie Klassiker wie You Came, Cambodia und Kids in America zum Besten. Selbst die technisch schwierige Depeche-Mode-Verbeugung Enjoy The Silence ging nicht unter. In Sachen Energie und Publikumsnähe war sie eine der großen Gewinnerinnen des Abends.

Doch nicht alles glänzte: Paul Young enttäuschte mit wankenden Schritten und gelallten Ansagen. Seine Auftritte von Come Back And Stay oder Wherever I Lay My Hat sorgten eher für Fremdschäm-Momente. Ein trauriges Kapitel, das aber glücklicherweise schnell endete.

Wer glänzt, wer schwächelt ist eben auch im Showgeschäft keine Einbahnstraße. Peter Schilling bewies das eindrucksvoll, indem er kurzfristig für Alphaville einsprang. Er stellte binnen weniger Stunden ein Programm mit NDW-Hymnen wie Die Wüste lebt und Major Tom zusammen und riss die Donauinsel regelrecht von den Sitzen. Ein Beweis, dass Erfahrung und Professionalität auch unter Zeitdruck funktionieren.

Fans dürfen sich übrigens schon jetzt auf die nächste Auflage von Forever Young am 23. Juli 2027 freuen. Dann kehren Stars wie Holly Johnson und Jason Donovan zurück, und Alphaville holen ihren Ausfall nach. Die Donauinsel bleibt also ein Hotspot für Fans der 80er, wo Nostalgie und Party aufeinanderprallen.

Wer die 80er liebt oder einfach nur eine lebendige Zeitreise erleben will, sollte das große Comeback der Synthie-Pop-Ikonen nicht verpassen. Und wenn Sie an der Donauinsel sind, werfen Sie auch einen Blick auf kommende Musik-Events wie das Popfest Wien – eine lohnende Adresse für alle, die Musik jenseits von Retro schätzen.

Quellenangabe: Laut Berichten von oe24 erlebten die Fans einen bunten Mix aus Nostalgie, Hits und Show. Limahl brachte es auf den Punkt mit der Erinnerung an eine Zeit voller Hoffnung und Aufbruch.

Foto: Matthew Kalapuch / Unsplash

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Franz Steiner
Franz Steiner

Franz Steiner kommentierte früher Fußball in Wien und berechnete später Quoten bei einem österreichischen Buchmacher. Seit über 30 Jahren kennt er Spiele und Wettmärkte aus der Praxis. Heute schreibt er für Austrian Times, klar und mit Wiener Schmäh, und bleibt bei Bonusversprechen vorsichtig.

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