ÖFB-Cup erste Runde bringt packende Derbys und regionale Duelle

Franz Steiner
Franz Steiner
24. Juli 2026 · 3 Min. Lesezeit
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ÖFB-Cup erste Runde bringt packende
Bildnachweis: Symbolfoto · Austrian Times

Endlich wieder Cup-Zeit in Österreich und wie immer beginnt die Saison mit diesem besonderen Flair, das nur der ÖFB-Cup zu bieten hat. Hier trifft ganz oft David auf Goliath und das ist genau das Salz in der Suppe des Fußballs. Große Teams reisen auf kleine Dorfplätze und die Außenseiter wittern ihre große Chance auf die Sensation. Der ÖFB-Cup ist ein eigenes Universum, das sich nicht von Tabellen oder Ligaordnungen steuern lässt.

Derbys prägen die erste Runde und machen den Cup besonders spannend

Damit die kleinen Klubs nicht quer durchs Land hetzen müssen, wurden die Teams nach Osten und Westen aufgeteilt – eine clevere Idee, die den regionalen Charakter verstärkt. Und siehe da, schon in der ersten Runde gibt es mehrere Derbys, die Emotion und Brisanz garantieren. Ein richtiges Steirer-Derby zwischen Leoben und Voitsberg mit 97 Kilometern Entfernung steht an. Obwohl Leoben jetzt in der Landesliga spielt und Voitsberg in der zweiten Liga, wird das sicher kein Spaziergang für die Voitsberger.

Dann haben wir das Innsbrucker Derby zwischen Wacker Innsbruck und dem kleinen Nachbarn Reichenau. Hier trennen die Stadien nur ein paar hundert Meter. Wacker spielt sogar im größeren Tivoli-Stadion, um mehr Zuschauer zu fassen. Reichenau hat im Pokal schon zwei Mal im Elfmeterschießen gesiegt – ein Hinweis, dass auch vermeintliche Favoriten mit Respekt ranmüssen.

Und natürlich darf das Wiener Derby zwischen dem Wiener Sport-Club und Austria Wien nicht fehlen. Die Austria will Revanche für die Überraschung des Vorjahres, als der Sport-Club die Austria aus dem Cup kegelte. Interessant ist, dass zwei Spieler damals und jetzt noch auf dem Feld stehen. So etwas zeigt, wie sehr Fußball Geschichten schreibt, nicht nur Ergebnisse.

Zu guter Letzt das Wiener Derby zwischen Wienerberg und Rapid. Kein klassisches Derby, aber mit einer geschichtlichen Verbindung, die nur echte Kenner kennen: Rapid hieß in den 70ern tatsächlich SK Rapid Wienerberger. Diese kleinen Fußnoten geben dem Spiel einen nostalgischen Touch, der über den reinen Wettbewerb hinausgeht.

Warum regionale Duelle Gold wert sind und was das für Fans bedeutet

Wer den Cup liebt, weiß dass regionale Duelle den Nerv der Zeit treffen. Sie sind greifbar, emotional und oft lauter als ein hochdotiertes Champions-League-Spiel. Die Stimmung auf kleinen Plätzen, die Atmosphäre, das Überraschungspotential – all das macht den Reiz aus.

Jetzt kommt es drauf an, wer seine Hausaufgaben gemacht hat. Für die Favoriten heißt es, nicht die lokale Euphorie zu unterschätzen. Für die Außenseiter gilt: Mit Herz und kluger Taktik kann man auch den großen Brocken ärgern.

Wer sich für die spannende Entwicklung im österreichischen Fußball interessiert, sollte auch die Bundesliga-Regeln kennen. Denn der ÖFB-Cup liefert oft Hinweise darauf, welche Teams den Schwung mit in die Liga nehmen.

Wie ich aus meiner Erfahrung als Buchmacher weiß, gibt es im Cup keine Garantien. Der Schlüssel ist, jede Partie genau zu analysieren und auf Überraschungen vorbereitet zu sein. Man sollte sein Wettkapital clever portionieren und immer einen Plan B parat haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der ÖFB-Cup startet mit vielen spannenden regionalen Duellen, die neben Fußball auch viel Wiener Schmäh und Storytelling bieten. Da wird mancher Favorit ins Schwitzen kommen – und genau das macht die Magie des Cups aus.

Wie aus Berichten hervorgeht, sorgt diese erste Runde für viel Gesprächsstoff und verspricht einen mitreißenden Start in die Saison.

Foto: Krzysztof Dubiel / Unsplash

Franz Steiner
Franz Steiner

Legendärer Wiener Fußball-Kommentator im Ruhestand und langjähriger Chef-Quotenrechner einer österreichischen Buchmacher-Kette. Über drei Jahrzehnte hat Franz Spiele analysiert, Quoten kalkuliert und Wettmärkte durchleuchtet. Heute schreibt er mit analytischer Schärfe, trockenem Wiener Schmäh und einem gesunden Misstrauen gegenüber allzu schönen Bonusversprechen.

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