Tiroler Debütfilm erobert Venedigs Filmfestspiele und zeigt österreichisches Kino von seiner besten Seite

Franz Steiner
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23. Juli 2026 · 2 Min. Lesezeit
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Tiroler Debütfilm erobert Venedigs Filmfestspiele
Tiroler Debütfilm erobert Venedigs Filmfestspiele · Austrian Times

Venedig, die Stadt der Gondeln und der großen Leinwand, öffnet wieder ihre Pforten für cineastische Träume. Die 83. Filmfestspiele versammeln vom 2. bis 12. September wieder Namen, die man im Auge behalten sollte, auch wenn sie nicht alle mit funkelnden Sternen am Himmel der Popkultur glänzen. Österreich mischt mit und zwar nicht mit irgendeinem Filmprojekt, sondern mit einem Tiroler Debütfilm, der bereits jetzt neugierig macht.

Manuel Wetscher heißt der Mann, der mit Eklipse bei der Sektion Orizzonti an den Start geht. Ein Stück österreichische Filmkunst, das sich in der internationalen Arena behaupten will. Für die Tiroler Leinwand ist das ein wahrer Lichtblick, denn selten findet sich hier eine Geschichte, die in dieser prestigeträchtigen Liga mitspielt. Alles dreht sich um Chris und Tomy, zwei junge Männer, die in den späten 1990er Jahren ihre Zeit auf einer Alm verbringen. Und ja, es geht nicht nur um Landschaftsbilder und nostalgische Rückblicke. Tomys Vater kämpft mit einer mysteriösen Krankheit – ein Konflikt, der das Drama vorantreibt und tief in die Charaktere eindringt.

Alberto Barbera, der Festivaldirektor, hat seine Auswahl mit Bedacht getroffen. 20 Filme konkurrieren um den Goldenen Löwen, und Eklipse vertritt dabei Österreich mit ehrlichem Herzblut und dieser besonderen Emotionalität, die nur Geschichten aus den Bergen so authentisch transportieren können. Das erinnert mich ein wenig an jene legendären Tage, als österreichische Geschichten auch abseits von Wien und Salzburg gezeigt wurden und dabei mitunter weltweite Bewunderung fanden.

Für österreichische Kinofreunde ist das auch ein Zeichen. Eine Erinnerung daran, dass abseits des Mainstreams und der üblichen Verdächtigen immer noch mutige Projekte entstehen, die es verdienen, gesehen zu werden. Als langjähriger Beobachter der Kultur- und Unterhaltungsszene weiß ich: Debütfilme sind wie Wetten auf zukünftige Stars – manchmal ein Volltreffer, manchmal eine Pleite. Doch Wetscher hat mit Eklipse auf jeden Fall eine heiße Karte im Spiel.

Ein kleiner Tipp am Rande: Wer Interesse an weiteren spannenden österreichischen Geschichten hat, sollte sich unbedingt auch diesen Beitrag über anschauen – die Parallele zwischen Mut, Einsatz und Erfolg zieht sich durch viele Bereiche unseres Landes.

Fazit: Österreichs Beitrag zum Filmfestival in Venedig zeigt, dass sich Einsatz für Qualität und Herkunft lohnt. Wer hier nicht nur auf den Goldenen Löwen hofft, sondern auf den langfristigen Ausbau einer lebendigen Filmszene setzt, sollte dieses Debüt mit offenen Augen verfolgen. Und wie immer gilt: Wer wagt, gewinnt – aber nur wer vorbereitet ist, kann auch nachhaltig punkten.

Wie Medien berichten, steht Eklipse nicht nur für eine Geschichte aus Tirol, sondern für den Mut einer ganzen Filmszene, die sich international behaupten will. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Handwerk, das Respekt verlangt – und das dürfen wir ruhig laut sagen.

Foto: Riccardo Lo Re / Unsplash

Franz Steiner
Franz Steiner

Legendärer Wiener Fußball-Kommentator im Ruhestand und langjähriger Chef-Quotenrechner einer österreichischen Buchmacher-Kette. Über drei Jahrzehnte hat Franz Spiele analysiert, Quoten kalkuliert und Wettmärkte durchleuchtet. Heute schreibt er mit analytischer Schärfe, trockenem Wiener Schmäh und einem gesunden Misstrauen gegenüber allzu schönen Bonusversprechen.

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