Wien setzt weiter auf die 15-Minuten-Stadt und zeigt, dass urbane Planung mehr als nur ein Modewort ist. Alles, was man täglich braucht, soll in Viertelstunden zu Fuß erreichbar sein. Das ist besonders für Frauen ein Gewinn, denn sie sind laut Stadtpsychologin Cornelia Ehmayer-Rosinak doppelt so oft im öffentlichen Raum wie Männer unterwegs. Wien ist hier ein Vorreiter, wie eine Studie der Sapienza Universität und des Complexity Science Hub belegt, die die Erreichbarkeit in europäischen Städten vergleicht, und Wien glänzt dabei.
Im zehnten Bezirk entsteht mit dem Supergrätzl ein praktisches Beispiel für diese Idee. Verkehrsberuhigung, mehr Grünflächen und weniger Parkplätze sorgen für ein neues Lebensgefühl. Schon in der Pilotphase merkten Anrainer, dass sich die Straßen verändern, Menschen Vorrang bekommen und Nachbarschaften lebendiger werden. Das ist kein Zufall, sondern gezielte Stadtplanung, die den Fußverkehr stärkt und damit auch die soziale Vernetzung fördert. Die Fußgehbeauftragte Petra Jens betont, dass Orientierungshilfen für Zuzügler und Besucher wichtig sind, um sich schnell wohlzufühlen und Wege zu Fuß zu entdecken.
Wie aus Berichten hervorgeht, ist Wien hier auf dem richtigen Weg, der sich auch in anderen Städten als Erfolgsmodell durchsetzen könnte (wien.ORF.at).
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