Donauinsel Open Air startet mit Partystimmung und Kultbands live

Franz Steiner
Franz Steiner
23. Juli 2026 · 3 Min. Lesezeit
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Bildnachweis: Symbolfoto · Austrian Times

Es ist wieder soweit, die Donauinsel verwandelt sich zum Hotspot für Musikfans. Heute beginnt die nunmehr vierte Auflage des Donauinsel-Open-Air, ein Festival, das in Wien mittlerweile genauso zum Sommer gehört wie der Stephansdom zum Blick auf die Stadt. Bis zum 25. Juli empfängt die Insel Bühnenacts von Ballermann bis EDM und verspricht ein buntes Programm mit Kultfaktor.

Los gehts mit Baller Island, einer Spur, die manchem Wiener schon das ein oder andere Schmunzeln entlockt. Denn was hier heute auf der Bühne steht, ist der Ballermann in Reinkultur: Ina Carina, Frenzy, Mickie Krause und Co. sorgen für die Hits, die man entweder liebt oder zumindest kennt. So ein Auftakt ist clever, denn was will man mehr als gleich beim ersten Tag die Stimmung zum Kochen bringen? Um 14 Uhr öffnen die Tore zum Contest, der Baller Island Contest verspricht zudem ein bisschen Interaktion und Wettbewerb.

Am Samstag zieht die Bühne dann die 90er-Liebhaber an. Mit Acts wie Haddaway, Snap und Vengaboys bekommt man den Stil der Dekade in einem knackigen Live-Mix serviert. Das ist Pop mit elektronischem Tanzflair, ein Sound, der in den Clubs auch heute noch funktioniert. Dazu DJ Indygo, der die Stimmung sicher weiter hochzieht. Die 90er sind eben ein Dauerbrenner, keine große Überraschung, aber immer wieder gut. Übrigens, wer das Programm etwas genauer unter die Lupe nehmen will, dem sei ein Blick in die Musikvermittlung hautnah empfohlen.

Ein echtes Highlight ist das Comeback von Roxette am Mittwoch, 22. Juli. Nach elf Jahren kehrt die schwedische Poprock-Band mit neuer Sängerin Lena Philipsson zurück. Wer es etwas ruhiger mag, kann sich auf James Cottriall als Support freuen. Der Brite hat sich durch diverse TV-Auftritte auch hierzulande einen Namen gemacht und bringt mit seinem Song Unbreakable eine charmante Alternative zum großen Pop-Feuerwerk mit.

Am 23. Juli zeigt Rita Ora, dass sie ihren Platz in der Popwelt seit über zehn Jahren hält – von Hot Right Now bis zu neuen Singles wie Heat und All Natural. Das Vorprogramm mit Milow, Kayla Krystin, Leony und Miroh lässt auf eine abwechslungsreiche Show hoffen. Eine bunte Mischung, die den Puls des modernen Pop abbildet.

Der Donnerstag bringt dann eine Zeitreise in die 80er mit Forever Young. Paul Young, Alphaville, Kim Wilde und Limahl klingen nicht nur nostalgisch, sondern zeitlos. Gerade Alphavilles Forever Young hat es verdient, immer wieder neu gehört zu werden. Für uns Österreicher ein kleiner musikalischer Schatz, der jedes Herz erwärmt.

Die Abschlussnacht am 25. Juli geht dann in Richtung Millennium Beats. Hier regieren EDM, Euro Trance und Pop Trance mit Acts wie Basshunter, Groove Coverage oder Lasgo. Für die Freunde schneller BPM und extrovertierter Sounds ist das genau die richtige Dosis. Die 130er Marke wird da nicht nur geknackt, sie wird fast pulverisiert. Für alle, die es lieber ruhig mögen, ist das eher nicht der letzte Stopp. Aber wer den Beat liebt, wird hier seine Ekstase finden.

Natürlich ist das Donauinsel-Open-Air nicht nur ein Konzert, sondern ein Erlebnis mit verschiedenen Genres und Epochen, das auch zeigt wie sehr Wien in Sachen Live-Musik auf der Höhe der Zeit ist. Von Ballermann-Hits bis zu poppigen 90ern, von legendären Bands bis zu frischen Acts, das Programm spiegelt die Vielfalt und den Geschmack eines breiten Publikums wider. Ein bisschen wie ein musikalischer Spiegel unserer Gesellschaft.

Zum Abschluss ein Gedanke, den einst der bekannte österreichische Medienkritiker Kurt Koschatka äußerte: „Erfolg in der Musik ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Konzepte und dem Mut zur Vielfalt“. Das Donauinsel-Open-Air zeigt eindrucksvoll, wie man das umsetzt.

Mein Tipp: Augen auf Tickets und Timings, denn gerade bei solchen Events ist kluges Planen das A und O. Wer rechtzeitig kommt, behält den besten Überblick und bekommt das volle Programm. Für alle, die sich nicht nur berieseln lassen wollen, sondern auch das Wiener Sommer-Feeling aktiv erleben möchten, gibt es interessante Angebote zur Musikvermittlung. So wird das Erlebnis zum kulturellen Gewinn.

Foto: Aditya Chinchure / Unsplash

Franz Steiner
Franz Steiner

Legendärer Wiener Fußball-Kommentator im Ruhestand und langjähriger Chef-Quotenrechner einer österreichischen Buchmacher-Kette. Über drei Jahrzehnte hat Franz Spiele analysiert, Quoten kalkuliert und Wettmärkte durchleuchtet. Heute schreibt er mit analytischer Schärfe, trockenem Wiener Schmäh und einem gesunden Misstrauen gegenüber allzu schönen Bonusversprechen.

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