Evil Dead Burn sorgt für gruseligen Kinoabend voller Nervenkitzel

Franz Steiner
Franz Steiner
Geprüft von: Redaktion
Evil Dead Burn sorgt gruseligen

Wenn der Begriff Horrorfilm fällt, denken viele sofort an klassische Schauermärchen mit billigen Effekten und vorhersehbaren Schrecken. Doch Evil Dead Burn zeigt: So einfach ist das nicht mehr. Das neueste Werk von Regisseur Sébastien Vaniček bringt frischen Wind in die angestaubte Horror-Kategorie und kombiniert gekonnt Thriller-Elemente mit einer beklemmenden Familienstory. Für alle, die sich in der dunklen Jahreszeit nicht nur mit Apfelstrudel aufwärmen wollen, ist das genau der richtige Kinotipp.

Familientreffen wird zur Höllenfahrt

Konzentrieren wir uns kurz: Eine verwitwete Frau trifft sich mit ihrer Familie auf einem abgelegenen Anwesen. Klingt harmlos? Ganz und gar nicht. Plötzlich verwandelt sich die Zusammenkunft in einen wahren Horrortrip. Keine lahme Geisterhaus-Nummer, sondern eine düstere, psychologisch spannende Reise ins Unbekannte, die einen nicht so schnell loslässt. Schauspielerinnen wie Souheila Yacoub und Tandi Wright ziehen den Zuschauer mit intensive Darstellungen tief in die Handlung hinein.

Was mich besonders fasziniert: Der Film verzichtet auf billige Jump-Scares und setzt stattdessen auf Atmosphäre und subtile Spannung. Das wirkt erfrischend, vor allem bei der heutigen Kinolandschaft, wo man oft das Gefühl hat, Filme übertrumpfen sich in Effekten statt Story. Das erinnert mich an einen Satz von Helmut Werner, einem österreichischen Filmkritiker, der einmal meinte, „Wahre Spannung entsteht durch die Angst vor dem, was man nicht sieht“. Genau das trifft hier zu.

Wenn Sie sich jetzt fragen, für wen dieser Film genau geeignet ist: Horrorfans, die mehr wollen als Blutorgien, sind hier richtig. Wer dagegen auf Netflix-Millionenflops wie Marco Polo steht, könnte sich an der ruhigen, aber intensiven Erzählweise erfreuen. Und gerade in der Kinoatmosphäre kommen diese Details richtig gut zur Geltung.

Die Kameraarbeit von Philip Lozano ist ebenfalls erwähnenswert. Dunkle Schatten, gedämpfte Farben und enge Räume lassen die klaustrophobische Stimmung aufkommen. Der Film läuft 110 Minuten, was für einen Thriller genau die richtige Länge ist – lang genug, um die Charaktere zu entwickeln, aber kurz genug, um die Spannung nicht zu verlieren.

Natürlich, das Genre ist Nischenkost und nicht jedermanns Sache. Aber gerade deshalb lohnt es sich, einen Blick darauf zu werfen. Im Gegensatz zu manchen Hollywood-Produktionen, die mit großen Namen und viel Budget protzen, schafft es Evil Dead Burn mit weniger viel mehr Schrecken und atmosphärische Tiefe zu vermitteln.

Für alle Wienerinnen und Wiener: Im Lugner Kino City läuft der Film zum Beispiel abends mehrmals – perfekte Gelegenheit für einen spannenden Kinobesuch. Wer mehr über österreichische Kinolandschaft und aktuelle Tipps lesen möchte, findet auch bei uns Beiträge wie Jessica Albas Tirolurlaub, die das Leben auch mal von der entspannten Seite zeigen.

Mein Tipp für angehende Kinogänger: Gehen Sie offen an den Film heran. Nicht jede Szene wird einem sofort gefallen und manch Dialog mag sperrig wirken. Aber das ist Teil des Reizes. Gerade wenn man sich auf den Film einlässt, entsteht das besondere Gruselerlebnis. Und glauben Sie mir, in der heutigen Zeit, wo Netflix und Streaming alles dominieren, hat Kino noch eine magische Kraft, die man nicht unterschätzen sollte.

Abschließend kann ich nur sagen: Wer wie ich schon viele Horrorfilme gesehen hat, weiß den Unterschied zwischen billigem Nervenkitzel und tiefgründigem Horror zu schätzen. Evil Dead Burn ist definitiv eine Empfehlung wert. Nicht überdreht, dafür mit viel Atmosphäre und Spannung. Also Tasche gepackt, Popcorn besorgt und ab ins Kino – es könnte ein spannender Abend werden.

Foto: Declan Sun / Unsplash

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Franz Steiner
Franz Steiner

Franz Steiner kommentierte früher Fußball in Wien und berechnete später Quoten bei einem österreichischen Buchmacher. Seit über 30 Jahren kennt er Spiele und Wettmärkte aus der Praxis. Heute schreibt er für Austrian Times, klar und mit Wiener Schmäh, und bleibt bei Bonusversprechen vorsichtig.

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