Italien verzichtet auf Guardiola und sucht weiter nach Trainer

Franz Steiner
Franz Steiner
Geprüft von: Redaktion
Italien verzichtet Guardiola sucht weiter

Da sitzen sie also in Italien und hadern mit der Trainerfrage. Pep Guardiola, der große Name, der Traum vieler Verbände, sagt Nein. Persönliche und familiäre Gründe – das klingt nach einem klaren Cut, keiner halben Sachen. Und schon wieder ein Kapitel, das zeigt: Fußball ist nicht nur Taktik und Talent, sondern auch viel Psychologie und Lebensplanung.

Erinnern wir uns an Gennaro Gattuso, der im März seinen Job verlor, nachdem Italien im Playoff-Finale gegen Bosnien-Herzegowina scheiterte. Dritter WM-Ausfall in Serie, eine nationale Schmach, die natürlich auch die Trainerbank zum Glühen bringt. Paolo Maldini, der technisch Verantwortliche, drückte es klar aus: Wir stehen unter Zeitdruck. Na, wenn das kein Anlass für hektischen Aktionismus wäre.

Wer kommt nun für Italien in Frage

Nachdem Guardiola abgewunken hat, bleibt die Liste überschaubar, aber nicht uninteressant. Carlo Ancelotti als alter Dior des Weltfußballs – aber der sitzt noch fest bei Brasilien. Und dann Roberto Mancini, der EM-Sieger von 2021, der eine Rückkehr natürlich reizvoll machen würde. Oder Andrea Pirlo, der zwar international glänzte, aber als Trainer noch nicht den ganz großen Stempel gesetzt hat.

Der Katalane Guardiola hatte sich nach zehn Jahren vollgepackt mit Titeln bei Manchester City eine Auszeit gegönnt. Und das zeigt wieder, wie wichtig auch im Spitzenfußball diese Pausen sind. Man kann nicht immer nur Vollgas geben. Bayern München? War vor Jahren schon sein Revier. Doch jetzt will er wohl andere Prioritäten setzen.

Interessant ist der Vorgang auch aus Sicht eines alten Bookmakers: Wer hier auf den neuen Italien-Coach wettet, braucht Nerven und ein feines Gespür – denn die Lage bleibt unübersichtlich. Ein Coach mit der nötigen Erfahrung und dem richtigen Riecher für ein angeschlagenes Land ist gefragt. Die nächste Entscheidung sollte nicht zu lange auf sich warten lassen, denn die WM rückt näher.

Für den interessierten Leser lohnt sich ein Blick auf andere Sportgeschichten etwa zum österreichischen Fußball oder sogar auf die spannende Entwicklung im österreichischen Tennissport. So viel steht fest: Im Fußball zählt nicht nur der Name, sondern auch die Strategie hinter den Kulissen.

Am Ende zeigt sich einmal mehr: Große Namen garantieren keine Erfolge und familieninterne Gründe sind oft das Zünglein an der Waage. Wer mutig ist, plant vor und hat auch einen Plan B. So tickt das Geschäft im Weltfußball. Man darf gespannt sein, wer Italien künftig vom Trainerstuhl aus führt. Ein Fakt bleibt – Zeit ist ein Luxus, den die Squadra Azzurra gerade nicht hat.

Foto: Krzysztof Dubiel / Unsplash

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Franz Steiner
Franz Steiner

Franz Steiner kommentierte früher Fußball in Wien und berechnete später Quoten bei einem österreichischen Buchmacher. Seit über 30 Jahren kennt er Spiele und Wettmärkte aus der Praxis. Heute schreibt er für Austrian Times, klar und mit Wiener Schmäh, und bleibt bei Bonusversprechen vorsichtig.

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