Kaum etwas verbindet Geschichte, Religion und Gemeinschaft so stark wie die Passionsspiele in St. Margarethen im Burgenland. Seit fast einem Jahrhundert wird hier alle fünf Jahre ein Drama aufgeführt, das nicht nur lokale, sondern auch überregionale Aufmerksamkeit auf sich zieht. Was steckt hinter dieser eindrucksvollen Tradition mit einer Bühne aus Stein, die quasi in den Felsen gehauen wurde?
Rund 400 Laiendarsteller verwandeln den alten Römersteinbruch in eine lebendige Kulisse für die Leidensgeschichte Jesu Christi. Man muss sich das mal vorstellen: Nicht etwa Profis, sondern Menschen aus der Region, die monatelang üben, um ihre Rollen authentisch verkörpern zu können. Daraus spricht eine echte Passion, die man nicht einfach planen kann. Wer schon einmal zusah, der weiß wie emotional und mitreißend so ein Schauspiel sein kann.
Kunst und Gemeinschaft als Einheit
Interessant ist, dass diese Aufführung nicht nur ein theatralisches Ereignis ist, sondern ein soziales Bindeglied. Die Proben verschlingen viel Freizeit, und dennoch zeigen sich die Beteiligten als eine eingeschworene Gemeinschaft. Es erinnert mich an den berühmten Wiener Kabarettisten Karl Farkas, der einmal sagte, Kunst und Leben sind wie Melange und Kipferl – eine unverwechselbare Kombination, die den Tag erst besonders macht.
Der Steinbruch als Bühne ist ein weiterer Pluspunkt, der das Spektakel einzigartig macht. Diese natürliche Kulisse verleiht dem Ganzen eine urwüchsige, fast mystische Atmosphäre. So bekommt die Geschichte eine ganz neue Dimension, die sich nicht mit einem klassischen Theater vergleichen lässt. Man spürt die Kraft der Natur und die Ehrfurcht der Menschen vor ihrer Geschichte.
Für alle, die sich für regionale Kultur interessieren, ist das ein echtes Highlight. Wer lieber gemütlich in seinem Wohnzimmer bleibt, dem sei der Guten Morgen Österreich empfohlen, wo auch regionale Vielfalt immer wieder porträtiert wird. In der heutigen Zeit sollte man solche Traditionen aktiv unterstützen und wertschätzen, denn sie sind das Salz in der Suppe unserer Kultur.
Im Grunde zeigt dieser Dauerbrenner von Erlebnis Österreich wie tief verwurzelt kulturelle Identität sein kann, wenn Menschen gemeinsam an etwas Großem arbeiten. Es ist ein Musterbeispiel dafür, wie Leidenschaft und Engagement nachhaltige Traditionen erschaffen, die über Generationen begeistern.
Mein Tipp für alle Kulturfans: Planen Sie Ihren Besuch schon jetzt. Die nächste Aufführung in St. Margarethen ist ein Ereignis, das man mindestens einmal im Leben gesehen haben sollte. Und wer es lieber digital mag, findet laut Berichten von ORF ON auch eine tolle Video-Dokumentation, die die Magie der Steinbühne und der Passion einfangen.
Abschließend bleibt nur noch zu sagen: Traditionspflege ist kein Spaß, sondern harte Arbeit – und genau diese Hingabe macht die Passionsspiele einzigartig. Ein klassisches Beispiel, wo gemeinsam etwas Gelebtes entsteht, das viel mehr ist als nur ein Schauspiel.
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