In Geschichten wird oft suggeriert, Trennung entstehe durch einen Seitensprung oder einen heftigen Streit. Die Wahrheit kann aber auch ganz anders aussehen und auch ganz ohne Streit ablaufen. Manchmal schleicht sich das Unheil einer Beziehung auch langsam an. Jeder lebt sein Leben, die gemeinsame Zeit wird seltener, die Erotik bleibt auf der Strecke und kleinere, unbedeutende Zwistigkeiten treten auf – das Paar lebt sich schlicht auseinander und muss irgendwann feststellen, dass von der ursprünglichen Beziehung nicht mehr viel übrig ist. Dann bleibt nur eines: Miteinander reden und aktiv werden, um zu schauen, ob die Beziehung noch gerettet werden kann und ob ein entsprechender Wille vorhanden ist.

Beziehung retten

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Tipp 1: Die Erotik langsam wiederbeleben

Erotik ist ein wichtiger Teil der Beziehung und deren Verlust sollte nicht unterschätzt werden. Dabei ist Erotik aber nicht nur das, was im Schlafzimmer stattfindet. Erotik kann auch im Alltag stattfinden und in kleinen Gesten liegen. Ein gemeinsamer Kochabend kann ebenfalls voller Erotik sein. Wichtig ist auch, erst einmal die eigene Erotik wiederzuentdecken. Wer sich selbst nicht liebt, kann es vom Partner auch nicht verlangen. Warum nicht einen Dildo kaufen und erst einmal selbst ein wenig wieder zum eigenen Körper finden? Wer weiß, was er will, kann besser aktiv werden.

Tipp 2: Über kurze Zeit Distanz schaffen

„Wir brauchen eine Pause“ ist ein gefürchteter Satz unter Paaren und nicht selten der Anfang vom Ende. Aber eine „Pause“ kann auch ganz kurz sein, manchmal reichen zwei Tage, um über die Beziehung nachzudenken und sich selbst klarzumachen, warum man den anderen vermisst. So kann die Frage: Bleiben oder gehen oft einfacher beantwortet werden. Auch ein paar Freiräume im Alltag können der Beziehung helfen. Wer häufiger etwas mit den Freunden zusammen macht, kommt danach umso lieber wieder zum Partner zurück. Es muss nicht alles immer zu zweit unternommen werden. Paradoxerweise schadet der Anspruch jedwede Tätigkeit zu zweit auszuführen, oft der Beziehung mehr als es nutzt.

Tipp 3: Gemeinsame Rituale schaffen

Oft liegt es schlicht am Alltag, dass die Beziehung sich auseinanderlebt. Für Zweisamkeit und Dinge, die die Beziehung festigen, ist schlicht zwischen Abwasch, Wäsche und Arbeit kein Raum mehr. Daher ist es gut, sich diesen Raum wieder zu schaffen und gemeinsame Rituale einzuführen. Das muss nicht täglich sein. Immer am Samstag gemeinsam kochen oder am Sonntag ein ausgedehntes Frühstück im Bett kann zu diesen Ritualen gehören. Auch ein gemeinsamer Filmabend oder Gesellschaftsspiele – alles, was gemeinsam als Paar Freude macht.

Tipp 4: Kompromisse eingehen

Oft geht im Laufe der Zeit Verständnis und Empathie für den anderen verloren und dessen „Sonderwünsche“ werden als nervig wahrgenommen. Das führt zu einer Schleife, aus der ein Ausbrechen schwierig wird: Der Wünschende traut sich nicht mehr, die Wünsche zu äußern. Tut er oder sie es doch, wird es oft abgewiegelt, denn bisher ging es ja auch ohne. An dieser Stelle ist es gut, wieder zurück zu Empathie und Offenheit zu finden und sich klarzumachen, dass Wünsche und Bedürfnisse sich auch ändern können und dass jeder den Freiraum haben sollte, seine Wünsche und Bedürfnisse zu leben.

Tipp 5: Kleine Gesten erhalten die Liebe

Meistens sind es die kleinen Gesten, die positiv in Erinnerung bleiben und dem anderen zeigen, dass an ihn gedacht wurde. Wer seinem Partner immer mal wieder eine Kleinigkeit mitbringt, sei es ein Kuchen vom Bäcker, den dieser besonders gerne mag, oder ein Buch in einem Genre, das der andere gerne liest, der zeigt, dass er oder sie sich um den Partner oder die Partnerin bemüht und dieser oder diese ihm wichtig ist. Auch von einer Dienstreise oder ähnlichem aus, können überraschende Geschenke versendet werden. Auf Dauer funktioniert dies allerdings nur, wenn es auf Gegenseitigkeit beruht, sonst führt es schnell zu Enttäuschungen.