Wissen Sie noch, wie es früher war? Da war der Einkauf oft ein gemütlicher Ausflug, kein hektisches Hineinstürmen zum Billigregal. Heute zeigt eine aktuelle Studie von Tchibo in Zusammenarbeit mit NIQ/GfK ganz exakt, wie Österreich beim Shoppen tickt: Preis-Leistung, Komfort und praktische Alltagstauglichkeit dominieren. Kaum überraschend, wenn man bedenkt, wie oft wir unser Geld zweimal umdrehen müssen.
Mehr als nur Lebensmittel landen im Wagen
Das beginnt schon beim Wocheneinkauf. Eigentlich nur für Lebensmittel geplant, landen bei 87 Prozent der Österreicher spontan Non-Food-Produkte im Einkaufswagen. Wer hätte gedacht, dass Küchenartikel bei 63,9 Prozent so oft ungeplant mitkommen? Danach folgen Deko- und Kleinmöbel mit 41,1 Prozent und immerhin 30,3 Prozent entscheiden sich spontan für Kleidung. Die Konsumenten sind also keine gewissenlosen Trendopfer, sondern eher Pragmatiker, die im Alltag pragmatische Kaufentscheidungen treffen.
Saisonale Deko als heimlicher Star
Fast jeder zweite denkt saisonal – zumindest beim Dekorieren. Ganze 92 Prozent der Haushalte passen ihre Wohnaccessoires regelmäßig der Jahreszeit an, gerade Familien mit Kindern sind fast durchwegs dabei. Der Großteil erneuert die Deko ein- bis zweimal im Jahr. Wer jetzt an ein Nischenthema denkt, unterschätzt, wie fest diese Routine im österreichischen Alltag verankert ist. Das zeigt, wie wichtig uns kleine Zeichen des Wandels im Alltag sind, um den Rhythmus der Zeit zu spüren.
Aber bevor wir tief ins Thema Nachhaltigkeit und Mode eintauchen, gönnen wir uns einen kleinen Blick auf die Sportbekleidung. Hier zeigt sich ein ähnliches Muster: Für fast 62 Prozent ist Passform und Komfort das Nonplusultra, knapp dahinter das Preis-Leistungs-Verhältnis. Marken spielen nur eine Nebenrolle – gerade mal 15 Prozent nennen sie als Kaufgrund. Der Wiener Schnitzel-Philosoph unter den Sportlern sagt da wohl: Funktion vor Prestige.
Interessanterweise sind es die Männer, die auf das Preis-Leistungs-Verhältnis noch mehr Wert legen, während Frauen den Tragekomfort priorisieren. Nicht ganz neu, aber gut zu wissen, wenn man sich beim nächsten Sportshoppen nicht von bunten Logos blenden lassen will.
Nachhaltigkeit kein Privileg der Jungen
Jetzt wird es spannend: Die Studie widerlegt so manches Vorurteil beim Thema nachhaltige Mode. Statt nur die jungen wilden Generationen sind es die Babyboomer, die mit fast 60 Prozent Nachhaltigkeit am häufigsten wichtig finden. Die Generation Z folgt mit 41,6 Prozent, also deutlich dahinter. Das zeigt ganz klar, dass bewusster Konsum kein bloßer Jugendtrend ist, sondern generationenübergreifend an Bedeutung gewinnt.
Und auch bei der Wahl von Mode setzt Österreich auf Klassiker. Zwei Drittel bevorzugen zeitlose, langlebige Styles, die sie vielseitig kombinieren können. Lediglich knapp 4 Prozent jagen den schnellen Modetrends hinterher. Männer sind hier noch konsequenter als Frauen. Das hat etwas von der alten Wiener Weisheit „Wos da Wirt ned kennt, des muaß a ned sei“ – lieber auf Bewährtes setzen als flüchtigen Hypes hinterherzujagen.
Man merkt schnell: Der österreichische Konsument hat seine Hausaufgaben gemacht. Im Shopping-Kampf um den besten Deal gilt das Motto: Langfristiger Nutzen statt Eintagsfliege. Das ist eine klare Botschaft an Händler, die lieber auf solide Qualität und praktische Angebote setzen sollten.
Wer diesen Trend im Blick behalten will, kann übrigens auch die Gesundheitsreform und Facharztzentren beobachten, denn auch dort zeigt sich, wie wichtig Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit in verschiedenen Lebensbereichen sind.
Also, lieber Leser, wenn Sie das nächste Mal losziehen, denken Sie dran: Der österreichische Shopper ist kein Modezombie, sondern ein cleverer Pragmatiker, der seinen Alltag organisiert und clever mit Geld umgeht. Und für uns Beobachter heißt das: Keine schnellen Trendwellen reiten, sondern auf langfristige Werte setzen – das zahlt sich aus.
Wie aus Berichten hervorgeht, bestätigt diese Studie eindrucksvoll, dass sparsame Vernunft und bewusster Konsum immer noch die stärksten Treiber am heimischen Einkaufsmarkt sind.
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