Ah, der Sommer in Wien – da geht’s endlich wieder rund beim Popfest. Dieses Jahr gleich mit einer Legende, die man ohne Übertreibung als Urmutter des heimischen Pop bezeichnen kann: Marianne Mendt. Für alle, die schon zuhören und staunen, beginnt das Popfest am 23. Juli auf der Seebühne vor der Karlskirche. Wer hätte gedacht, dass ein Open-Air inmitten der Stadt solche musikalische Geschichte feiert? „Wie manche sogar sagen, mit dem Anfang der heimischen Popmusik überhaupt“, bringt es Christoph Möderndorfer, einer der Festivalgründer, wunderbar auf den Punkt. So ein Auftakt setzt natürlich Maßstäbe.
Und das ist nur der Anfang: Neben Mendt geben sich weitere 50 Acts die Ehre. Da steckt man mitten drin im heimischen Soundkosmos, der von Pop über Rap bis zu experimentellen Klängen reicht. Namen wie Rose May Alaba, Gunship Collider und Sladek sind keine bloßen Lückenfüller – sie zeigen, wie vielfältig und lebendig die österreichische Musikszene ist. Das Ganze verteilt sich nicht nur auf die Seebühne, sondern fließt auch ins Wien Museum, den Prechtlsaal der TU und den Club U. Ein Klangteppich, der nicht nur Ohr, sondern auch Geist kitzelt.
Programm mit Anspruch und Vermeidung von Wiederholungen
Interessant ist auch das Kuratorteam, das mit Sofie Royer und Wolfgang Lehmann gleich zwei Kenner der Szene vereint. Beide waren selbst schon auf den Bühnen des Popfests zu Hause und wollten mit dem diesjährigen Line-up frisch nach vorne blicken. Das Programm vermeidet bewusst Wiederholungen aus den letzten sechzehn Jahren – eine elegante Strategie, um für Überraschung zu sorgen und nicht in der Nostalgiefalle zu landen. Royer bringt es auf den Punkt: Die österreichische Musiklandschaft ist kein Einheitsbrei, und das zeigt das Popfest eindrucksvoll.
Ein Blick auf die Nebenprogramme unterstreicht das nochmal deutlich: Talks mit Mendt und Joesi Prokopetz, Touren durch Wiens Popkultur, ein nächtliches Walking Concert und sogar ein Ping-Pong-Floor für die Sportlichen unter den Musikfans. Das cineastische Warm-up im Karlskino Open Air oder Stadtkino rundet das Erlebnis ab. Ein Festival, das nicht nur musikalisch, sondern auch kulturell und sozial mitdenkt.
Fazit und Tipps für Musikfans in Wien
Wem die Sommerhitze nicht zu schaffen macht, der findet hier ein Event mit freiem Eintritt, das Atmosphäre und Qualität stilsicher verbindet. Dazu ein Bekenntnis zur heimischen Musik, das keine Langeweile erlaubt. Wer die Szene kennt, weiß: So ein Popfest will durchdacht geplant werden. Mein Tipp: Man sollte nicht nur eine Bühne ansteuern, sondern das vielfältige Programm nutzen, um neue Lieblingskünstler zu entdecken. Das ist der eigentliche Gewinn, den man mit nach Hause nimmt – mehr als nur ein Konzert.
Interessiert an mehr Wiener Musik und Events? Ein Blick auf Popfest Wien bringt frischen lohnt sich. Denn wer hier nicht mitmischt, verpasst das Beat-Herz der Stadt.
Nach Angaben von wien.ORF.at ist das Popfest ein Muss für alle, die Musik als lebendigen Prozess verstehen. So bleibt nur noch eines zu sagen: Auf geht’s, Wien, lasst uns hören, wie die Zeiten klingen.
Foto: Anthony DELANOIX / Unsplash






