Roxette feiern mutiges Comeback mit neuer Stimme in Wien

Franz Steiner
Franz Steiner
24. Juli 2026 · 3 Min. Lesezeit
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Roxette feiern mutiges Comeback neuer
Bildnachweis: Symbolfoto · Austrian Times

Manchmal braucht es genau so eine Rückkehr, bei der man nicht nur alte Hits abrippt, sondern mit frischem Wind zeigt, dass noch lange nicht Schluss ist. Roxette, die schwedischen Pop-Ikonen, haben am Mittwoch auf der Wiener Donauinsel ein Comeback gefeiert, das man so schnell nicht vergisst. Fast sieben Jahre nach dem tragischen Verlust von Frontfrau Marie Fredriksson wagte Per Gessle den Neustart – und 6.500 Fans nahmen die Einladung zu einer echten Pop-Party begeistert an.

Jetzt mal ehrlich: Wer hätte gedacht, dass Roxette ohne Marie noch einmal so stark auftreten können? Die neue Sängerin Lena Philipsson nimmt von Anfang an kein Blatt vor den Mund, wenn sie sagt, dass sie Marie nicht ersetzen will. Ein respektvolles Statement, das den Ton des Abends vorgibt. Und siehe da, mit Songs wie Dressed For Success und How Do You Do! zeigte sie, dass sie die großen Fußstapfen zumindest mit Herzblut und ordentlich Power füllen kann.

Interessant ist, dass Per Gessle selbst bei manchen Rocknummern den Großteil des Gesangs übernahm. Das erinnert an alte Zeiten, bringt aber mit der neuen Frontfrau eine angenehme Balance auf die Bühne. Besonders die opulente Videoshow und Philipssons energiegeladener Auftritt am Laufsteg sorgten für echte Highlights. Die Dame mit dem charmanten Kommentar „Das ist mein erstes Mal in Wien. Ich fühle mich wie eine Jungfrau!“ brachte frischen Schwung in die Show.

Das Publikum zeigte sich von der Mitsinglaune nicht nur begeistert, es nahm auch die großen Balladen wie „Fading Like A Flower“, „Listen To Your Heart“ und den unvergesslichen Hit „It Must Have Been Love“ mit sichtbarer Leidenschaft auf. Natürlich hat Lena Philipsson nicht Maries unverwechselbare Stimme, aber wer möchte das auch erwarten? Der Abend war kein billiges Karaoke, sondern eine echte Hommage und Wiederbelebung eines Pop-Klassikers.

Und jetzt kommt der Clou: Ausgerechnet der radiotaugliche Hit „Joyride“ brachte einen kleinen Dämpfer. Für viele wirkte er eher wie ein missglücktes Starmania-Casting, was zeigt, dass selbst bei den größten Acts kleine Stolpersteine dazugehören. Doch das Party-Publikum ließ sich davon keinen Spaß verderben, was eigentlich nur eines bedeutet: Die Liebe zu Roxette lebt unverändert.

Als ehemaliger Buchmacher und Wettfreund sage ich Ihnen: So ein Comeback ist ein Volltreffer, wenn man die richtige Balance zwischen Nostalgie und Innovation findet. Roxette liefern genau das, und Wien wird sich daran noch lange erinnern. Wer den Geist dieses Abends spüren will, sollte sich auch andere spannende Events in der Stadt nicht entgehen lassen, etwa das Donauinsel Open Air oder die neue Soul-Rock-Welle mit Teddy Swims.

Fazit: Man kann Legenden nicht einfach ersetzen. Aber mit Mut, Respekt und einer Prise Innovation kann man sie wieder zum Leben erwecken. Roxette in Wien haben genau das gezeigt. Für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen, sei gesagt: Auch im Musikgeschäft zahlt sich ein Plan B aus, wenn man die Karten richtig mischt. Und mit Philipsson scheint das Quartett eine gute Trumpfkarte auf der Hand zu haben.

Foto: Aditya Chinchure / Unsplash

Franz Steiner
Franz Steiner

Legendärer Wiener Fußball-Kommentator im Ruhestand und langjähriger Chef-Quotenrechner einer österreichischen Buchmacher-Kette. Über drei Jahrzehnte hat Franz Spiele analysiert, Quoten kalkuliert und Wettmärkte durchleuchtet. Heute schreibt er mit analytischer Schärfe, trockenem Wiener Schmäh und einem gesunden Misstrauen gegenüber allzu schönen Bonusversprechen.

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